Kinder lernen Erste-Hilfe in freier Natur

Was tun, wenn man sich bei der Schnitzeljagd im Wald verletzt oder fernab vom nächsten Haus in eine Notsituation gelangt? Im Rahmen des Sommerferienprogramms der Gemeinde Lossburg hatte eine Gruppe interessierter Kinder und Jugendliche die Möglichkeit sich diesen Fragen zu stellen. Schon die Ankündigung, ein altes T-Shirt mitzubringen und der Treffpunkt am Waldfestplatz Franzenrain, machte die Teilnehmer Neugierig und versprach Spaß und Action im Wald.
Jürgen Maser, Ausbilder für Erste-Hilfe vom DRK-Wittendorf empfing die Kinder und erklärte den jungen Helfern, was sie in den kommenden Stunden erwarten wird. Anhand von realistisch dargestellten Fallbeispielen wurde gezeigt, wie man verletzte Personen anspricht, die Atmung kontrolliert, wie die stabile Seitenlage funktioniert und wie ein korrekter Notruf auszusehen und abzulaufen hat.
Unterwegs im Gelände war schnell klar, dass es im Notfall unter Umständen lange dauern kann, bis man eine Hilfsgelegenheit erreicht. Aus diesem Grund bedienten sich die jungen Retter an Hilfsmitteln aus der freien Natur und versorgten sich gegenseitig. Nicht schlecht staunten die Kinder, zu was ihre Kleidung alles zu gebrauchen ist. Aus T-Shirts wurden spontan Dreiecktücher. Simulierte Brüche wurden mit Hilfe von Ästen und Gürteln geschient.
Aus Jacken und Stöcken war im Handumdrehen eine Trage gebaut, mit der die Kinder sich gegenseitig aus unwegsamen Gelände zum nächsten Weg transportieren konnten.
Mit verschiedenen Tragetechniken schloss Jürgen Maser den Kurs ab. Die Nachwuchsretter waren begeistert von den Möglichkeiten, mit einfachen Mitteln sich in Notsituationen versorgen zu können.